Heizen unter Coronabedingungen

Liebe Besucher*innen und Besucher unserer Gottesdienste und Veranstaltungen,

in den letzten Wochen mussten wir Fenster und Türen während der Gottesdienste und Veranstaltungen immer geöffnet lassen, um die Ansteckungsgefahr wegen Corona zu minimieren. Für die kältere Jahreszeit wurden nun die Vorgaben dahingehend geändert, dass Türen und Fenster geschlossen werden, um den Austausch zwischen kalter und warmer Luft (und damit das „Aufwirbeln“ von Aerosolen) möglichst zu vermeiden. Damit die Luftbewegung gering gehalten wird ist zudem vorgeschrieben, 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn sowohl in der Kirche als auch im Gemeindehaus die Heizungen abzudrehen. Die Temperatur wird sich also wieder absenken, solange Sie bei uns in der Kirche oder im Saal sind. Bitte ziehen Sie sich warm genug an. Wir hoffen, dass wir auf diese Weise so gut es geht gemeinsam durch den Herbst und Winter kommen und weiterhin Gottesdienste feiern können.

 

Kirchenfernsehen - Fernsehgottesdienste und mehr...

Der Gottesdienst ist ein zentraler Bestandteil in unseren Kirchengemeinden. Da wir aktuell keine eigenen Gottesdienste durchführen können bieten wir Ihnen hier das Angebot des Kirchenfernsehens an. 

Hier finden Sie Gottesdienste aus unserer evangelischen Landeskirche und auch über diesen Weg sind wir miteinander verbunden und können gemeinsam Gottesdienst feiern!

Kirche. Glaube. Werte.
Kirchenfernsehen.de - das TV-Programm der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Online Kirche Württemberg - eine Möglichkeit, auf viele Andachten und Gottesdienste zuzugreifen

YouTube: Online-Kirche

 

 

Kinderkirche online

Auch die Kinderkirche findet aktuell nicht statt.

 

Daher hat sich der Landesverband für Kindergottesdienst etwas ausgedacht:

An den Sonntagen und in den Osterfeiertagen kann ein Kindergottesdienst aus dem "Haus der Kinderkirche" oder aus anderen Landeskirchen live mitgefeiert werden kann. :-)

Nähere Informationen und die Live-Übertragung hierzu finden Sie auf unserer Seite "Kinderkirche"

Mut haben

Mut haben - ein Gruß der Oggenhauser Künstlerin Mel Koschel an Sie und euch alle

MUT HABEN * ZUHAUSE BLEIBEN

In der Wolke

In der Wohnung

Im Haus

Im Gärtle

(Mel)

Die Psalmen nehmen sowohl die dunklen als auch die hellen Seiten im Leben auf. Bei fast allen entwickelt sich dabei ein Weg, der die Beter zugleich an Klage, Bitte, Dank und Lob vorbeiführt. Die ganze Bandbreite des Lebens wird vor Gott gebracht. Die Schatten im Leben des Beters werden aufgenommen, doch er wird in eine Bewegung zum Licht mithineingenommen.

Der angesprochene Psalm 66 schildert hautnahe Bedrohung für das gesamte Volk und für den Einzelnen. Er endet mit der Zuversicht:

„Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet!“ (Psalm 66,20)

Dem entsprechend werden wir an diesem Sonntag ans Loben, Jubeln und Danken erinnert, ohne dass unsere Klage und sorgenvolle Bitte zurückgeschoben werden.

Ein Abbild, wie das gehen kann, könnten uns in der derzeitigen Krise die Menschen auf den Balkonen sein. Sie sitzen zu Hause fest und haben sicherlich an unterschiedlichen Punkten physisch, psychisch und finanziell zu kämpfen. Aber sie spenden Applaus für alle, die ihren Dienst zum Wohl der Allgemeinheit tun und sich dabei dem Risiko aussetzen.

Ich vermute, dass auch Sie Ihren ganz persönlichen Ausdruck des „Jubels“ inmitten von Corona finden – ein Wort oder Zeichen erleichterten Dankens und der Freude. Gegenüber Gott oder anderen, weil sie uns nicht verlassen.

In und trotz allem wünsche ich Ihnen, was Antje Sabine Naegeli so formuliert:

„Gott, der dich wahrnimmt, lasse zu deiner Erfahrung werden, was er dir zugesagt hat: Bei dir zu sein, in Angst und Unsicherheit …

Er schenke dir, was du dir selbst nicht geben kannst: Wachsendes Vertrauen mitten in den Widersprüchen dieses Lebens.“

Daniela Jäkle

Notfallseelsorge erstellt Übersicht über Beratungsangebote

Die Corona-Epidemie ist für viele Menschen mit vielfältigen Herausforderungen verbunden. 

Es geht nicht nur darum, wie der Alltag unter den veränderten Rahmenbedingungen gestaltet 

und bewältigt werden kann. Hinzu kommen mitunter auch Sorgen und Ängste. Manche 

Menschen machen sich Gedanken über einen möglichen schweren Krankheitsverlauf bei 

Angehörigen oder sich selbst. Für einige verbindet sich mit der Krise die Sorge um den 

Arbeitsplatz und die wirtschaftlichen Folgen. Die Schließung von Kindergärten, Schulen und 

manchen Betrieben führt dazu, dass Familien nun den ganzen Tag gemeinsam verbringen. 

Was im Urlaub schön ist, kann nun schnell anstrengend werden, da durch die verschiedenen 

Einschränkungen die meisten Freizeitangebote weggefallen sind.

Experten gehen davon aus, dass insgesamt mit einer erhöhten psychischen Belastung zu 

rechnen ist, die im Extremfall auch weitere negative Folgen wie Depressionen, suizidale 

Gedanken oder eine Zunahme von familiären Konflikte bis hin zu häuslicher Gewalt nach 

sich ziehen kann.

Umso wichtiger ist es, dass Betroffene auf einfachem Weg ein qualifiziertes Hilfsangebot 

finden. Während die Telefonseelsorge schon immer mit dem Medium Telefon arbeitet, haben 

nun auch zahlreiche andere Institutionen und Beratungsstellen Hotlines geschaltet oder 

nutzen das Internet zur Kommunikation. 

 

Um Betroffenen einen schnellen und einfachen Überblick über die Vielzahl der Angebote zu 

ermöglichen, hat die Notfallseelsorge Heidenheim entsprechende Telefonnummern und 

Internetadressen zusammengestellt. Diese Übersicht und Informationen zum Umgang mit 

den psychischen Auswirkungen der Corona-Epidemie sind auf der Internetseite 

www.notfallseelsorge-hdh.de abrufbar. 

 

Damit möchte die von den Kirchen getragene Notfallseelsorge einen Beitrag zur Prävention 

von psychischen Belastungsfolgen leisten sowie mit ihren Mitteln dazu beitragen, etablierte 

und neu entstehende persönliche, telefonische und internetbasierte Hilfs—und 

Beratungsangebote einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Hintergrundinformation Notfallseelsorge:

Die Notfallseelsorge und der Kriseninterventionsdienst des DRK bieten im Regelfall 

Akutbetreuung im Zusammenhang mit potentiell traumatischen Ereignissen an. Dies gilt 

sowohl für individuelle, familiäre Krisen (z.B. plötzliche Todesfälle, Gewaltverbrechen) als 

auch im Hinblick auf Lagen mit einer Vielzahl von Betroffenen (z.B. Verkehrsunfälle, 

Naturkatastrophen, Terror- oder Amoklagen). Zu diesem Zweck haben sich die beiden 

Organisationen zur „Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung im Landkreis 

Heidenheim“ zusammengeschlossen. 

 

Im Regelfall erfolgen Einsätze der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) auf 

Veranlassung von Rettungsdienst, Polizei oder Feuerwehr.

Neben der Akutbetreuung sieht die AG PSNV ihre Aufgabe auch im Bereich der Prävention 

und der Begleitung von Einsatzkräften nach belastenden Einsätzen.

In der gegenwärtigen Lage erhält die Notfallseelsorge die Einsatzbereitschaft aufrecht. 

Allerdings ist auch sie durch fehlende Schutzausrüstung eingeschränkt. 

Individuelle Betreuungen finden im Interesse der Kontaktreduzierung nur noch in sehr 

dringenden Fällen statt, insbesondere, wenn Betroffene über kein stützendes soziales 

Umfeld verfügenDie Corona-Epidemie ist für viele Menschen mit vielfältigen Herausforderungen verbunden. 

Es geht nicht nur darum, wie der Alltag unter den veränderten Rahmenbedingungen gestaltet 

und bewältigt werden kann. Hinzu kommen mitunter auch Sorgen und Ängste. Manche 

Menschen machen sich Gedanken über einen möglichen schweren Krankheitsverlauf bei 

Angehörigen oder sich selbst. Für einige verbindet sich mit der Krise die Sorge um den 

Arbeitsplatz und die wirtschaftlichen Folgen. Die Schließung von Kindergärten, Schulen und 

manchen Betrieben führt dazu, dass Familien nun den ganzen Tag gemeinsam verbringen. 

Was im Urlaub schön ist, kann nun schnell anstrengend werden, da durch die verschiedenen 

Einschränkungen die meisten Freizeitangebote weggefallen sind.

 

Experten gehen davon aus, dass insgesamt mit einer erhöhten psychischen Belastung zu 

rechnen ist, die im Extremfall auch weitere negative Folgen wie Depressionen, suizidale 

Gedanken oder eine Zunahme von familiären Konflikte bis hin zu häuslicher Gewalt nach 

sich ziehen kann.

 

Umso wichtiger ist es, dass Betroffene auf einfachem Weg ein qualifiziertes Hilfsangebot 

finden. Während die Telefonseelsorge schon immer mit dem Medium Telefon arbeitet, haben 

nun auch zahlreiche andere Institutionen und Beratungsstellen Hotlines geschaltet oder 

nutzen das Internet zur Kommunikation. 

Um Betroffenen einen schnellen und einfachen Überblick über die Vielzahl der Angebote zu 

ermöglichen, hat die Notfallseelsorge Heidenheim entsprechende Telefonnummern und 

Internetadressen zusammengestellt. Diese Übersicht und Informationen zum Umgang mit 

den psychischen Auswirkungen der Corona-Epidemie sind auf der Internetseite 

www.notfallseelsorge-hdh.de abrufbar. 

 

Damit möchte die von den Kirchen getragene Notfallseelsorge einen Beitrag zur Prävention 

von psychischen Belastungsfolgen leisten sowie mit ihren Mitteln dazu beitragen, etablierte 

und neu entstehende persönliche, telefonische und internetbasierte Hilfs—und 

Beratungsangebote einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Hintergrundinformation Notfallseelsorge:

Die Notfallseelsorge und der Kriseninterventionsdienst des DRK bieten im Regelfall 

Akutbetreuung im Zusammenhang mit potentiell traumatischen Ereignissen an. Dies gilt 

sowohl für individuelle, familiäre Krisen (z.B. plötzliche Todesfälle, Gewaltverbrechen) als 

auch im Hinblick auf Lagen mit einer Vielzahl von Betroffenen (z.B. Verkehrsunfälle, 

Naturkatastrophen, Terror- oder Amoklagen). Zu diesem Zweck haben sich die beiden 

Organisationen zur „Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung im Landkreis 

Heidenheim“ zusammengeschlossen. 

Im Regelfall erfolgen Einsätze der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) auf 

Veranlassung von Rettungsdienst, Polizei oder Feuerwehr.

Neben der Akutbetreuung sieht die AG PSNV ihre Aufgabe auch im Bereich der Prävention 

und der Begleitung von Einsatzkräften nach belastenden Einsätzen.

In der gegenwärtigen Lage erhält die Notfallseelsorge die Einsatzbereitschaft aufrecht. 

Allerdings ist auch sie durch fehlende Schutzausrüstung eingeschränkt. 

Individuelle Betreuungen finden im Interesse der Kontaktreduzierung nur noch in sehr 

dringenden Fällen statt, insbesondere, wenn Betroffene über kein stützendes soziales 

Umfeld verfügen ein stützendes soziales  

Umfeld verfügen

 

Kontakt für Rückfragen:

Notfallseelsorge im Landkreis Heidenheim

Pfr. Rolf Wachter

Obere Dorfstr. 44

89547 Gerstetten-Heuchlingen

Fon: 07324-2727

Mobil: 0174-3524611

rolf.wachter@elkw.de

 

Gründonnerstag

Mitten herausgerissen aus einem fantastischen Moment des Hochgefühls.

Unerwartet zunächst, aber dann einfach großartig! Hosianna!

Glücksemfindungen, an die man sich durchaus gewöhnen kann.

Vom Applaus begeisterter Menschen empfangen und von einem bunten Teppich aus Freude.

Das Leben kann so schön sein.

 

Der Mann auf dem Esel, Gegenstand des allgemeinen Jubels, bleibt seltsam schweigsam.

Als er dann später redet, zerplatzt ihre Begeisterung wie eine Seifenblase.

Dreimal düstere Prognosen: Es wird ganz anders kommen.

Dreimal: Der Jubel wird in Hass umschlagen. Sie werden eine Hinrichtung fordern.

Dreimal: Bald warten Leid und Spott und Tod.

 

Und dann dieses Fest, weswegen sie eigentlich hier waren.

Ein gemeinsames Essen, eine gemeinsame Tradition,

gemeinsam die vertraute Erinnerung an Rettung in längst vergangenen Tagen.

Aber was heißt das schon: Gemeinsam? Einer von ihnen hat Verrat geübt.

Das hätte doch niemand erwartet.

Und so nehmen die Dinge ihren Lauf.

 

Es beginnt das, was sich in zwei merkwürdigen Sätzen andeutet am Beginn und am Ende des Essens: Brot und Wein -

Mein Leib – zerbrochen für Euch und viele andere.

Mein Blut, vergossen für Euch und für viele andere.

 

Bei Licht betrachtet eigentlich zum Heulen. Und das meint der Name ja auch, den dieser Tag später bekam: Gründonnerstag, ein Donnerstag zum „Greinen“, zum Weinen und Wehklagen.

Worüber?

Darüber, wie große Träume plötzlich zerplatzen können?

Darüber, was Menschen anderen Menschen antun?

Darüber, dass einer sich opfern muss, damit andere gerettet werden?

 

Oder sind es Tränen der Erkenntnis?

Die Ahnung, dass dieser Tag etwas zu tun hat mit mir?

Dass auch ich im Blick war – schon damals - bei dem „Für euch und für viele andere“.

 

Das ist wohl in der Tat die Frage.

 

Bernhard Philipp

 

Spuren zum Osterfest

In direkter Begegnung miteinander können wir die christlichen Höhepunkte in der Karwoche und an Ostern leider nicht begehen. Deshalb werden zu Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern kleine Stationen gestaltet, um das Geschehen dieser Tage zu vergegenwärtigen. Und am Ostersonntag wird auch die traditionelle kleine Osterüberraschung für Kinder und Erwachsenen nicht fehlen!

Beim Spazierengehen oder Radfahren (als Familie, einzeln bzw. zu zweit) sind Sie herzlich eingeladen, in der evangelischen Kirche in Oggenhausen vorbeizukommen! Bitte beachten Sie dabei die gebotenen Abstands- und Hygienemaßnahmen. Die Kirchentür steht täglich von 10 Uhr bis 19.30 Uhr offen, so dass ein Besuch möglich ist, ohne etwas zu berühren (am Ostersonntag ist schon vor dem Läuten zur üblichen Gottesdienstzeit ab 9 Uhr geöffnet).

Sie können die Entwicklung der Geschichte aber auch auf unserer Homepage mitverfolgen. Dort werden Fotos zu den jeweiligen Tagen eingestellt:

 

www.haertsfeld-sued.de.

 

Passionsspaziergang - für Sie zum Download!

Spuren zum Osterfest - täglich zu bestaunen!

Liebe Gemeindeglieder,

mit viel Mühe und großer Freude wurde in der Karwoche in der Oggenhausener Kirche ein sichtbarer Weg "Spuren zum Osterfest" angelegt. 

Gerne teilen wir diesen Weg hier mit den Bildergalerien mit Ihnen. Wenn Sie persönlich noch einen Eindruck und die Schönheit dieses Wegs erleben möchten, so können Sie dies gerne noch. Die Installation wird noch bis zum Sonntag 19.04.2020 aufgebaut bleiben und lädt ein, zu sehen, zu beten, nachzudenken.

Vielen Dank an Daniela Jaekle und allen Beteiligten, die es uns allen ermöglicht haben, auf diesem Weg teilzunehmen.

Karwoche

Liebe Gemeindemitglieder,

 

wir befinden uns in der Frühlingswoche, die mit gleich mehreren der bedeutsamsten christlichen Feste aufwartet. Die sogenannte Karwoche – benannt nach dem zentralen Gedenktag Karfreitag. Davor liegt der Abend des Gründonnerstag und danach – sozusagen als Höhepunkt - der Ostermorgen.

 

Wir wollen Ihnen für jeden dieser drei Festtage einige Gedanken mitgeben. Zugegeben, kein wirklicher Ersatz für die öffentlichen Gottesdienste, die 2020 auch in dieser einzigartigen Woche nicht stattfinden können. Aber vielleicht gelingt es Ihnen ja trotzdem, einen stillen Moment zu finden, in dem die Botschaft dieser Festwoche Ihr Herz berührt. Das wäre schön und es würde uns in der Hoffnung unseres Glaubens mit einander verbinden. Denn am Ende dieser sieben Tage - oder besser: am Beginn der neuen Woche - steht etwas vollkommen Neues. Allem Schrecklichen zum Trotz - der Sieg des Lebens. Was für eine Perspektive in Zeiten von Corona! Aber nicht nur da.

 

Daniela Jäkle, Hannes Jäkle, Bernhard Philipp

 

Psalmsonntag - hinauf zum Fest

Gedanklich gehen wir an Palmsonntag den Weg Jesu mit, der ihn hinauf nach Jerusalem führte. Das Passafest stand bevor. Gläubige Juden versammelten sich dazu in dieser Stadt auf dem Berg. Hier waren sie sich der Gegenwart Gottes besonders gewiss.

Jesu Weg wurde damals zum Leidensweg. Er brachte ihn ans Kreuz. Die Menschen, die Jesus beim Einzug als König gefeiert hatten, wurden enttäuscht. Ihre Hoffnungen schienen ins Leere zu laufen. Keiner wusste, wie es weitergehen sollte.

Mitten in der Corona-Krise ist auch für uns unsicher, was kommen wird. Viele leiden an der Krankheit, andere unter der Isolation oder ihren psychischen und finanziellen Folgen. Wir können uns nicht versammeln, um unsere Ängste und Hoffnungen in dieser Passionszeit und an Palmsonntag in direkter menschlicher Nähe zu teilen. Dass wir dennoch in eine große Gemeinschaft von Gläubigen eingebettet sind, kann uns tragen. Der alte Psalm 126 nimmt uns in die Sehnsüchte und das Vertrauen der jüdischen Pilger hinein. Wenn sie hinauf nach Jerusalem zogen, sangen sie diesen Psalm. Dabei brachten sie ihre Sorgen und Wünsche vor Gott, ihre Verzweiflung, aber auch ihre Erfahrung, dass Gott sein Volk immer wieder befreit hat.

Bei unserem Weg auf Ostern hin möchte ich Sie ermutigen, ihren Fußstapfen zu folgen. Im abgedruckten Psalm und Bild sind die dargestellten Träume von Erlösung und Heilung keine Seifenblasen, die platzen werden. Denn sie kommen aus Gottes Hand und seinen Versprechen. Lassen Sie sich inspirieren! Bringen wir unsere persönlichen und gesellschaftlichen Anliegen in der Krise und für die Zeit danach zu Gott hinauf.

Ob Sie zuversichtlich und entschlossen auf Ostern zugehen oder eher schleppend und gebrochen: In allen Lebenslagen begleitet uns Gott mit seiner Gegenwart. Das ist die Botschaft von Jesu Leiden und Sterben und der Ausblick auf Ostern.

Ich lade Sie ein, sich mit den Gläubigen aller Zeiten und an allen Orten in die Zuversicht des Glaubens hineinzuträumen und zu Gottes Gegenwart hinaufführen zu lassen.

Gottes Segen behüte Sie! Herzliche Grüße,

Ihre Daniela Jäkle, Pfarrerin

Psalm 126 – Ein Lied zum Hinaufsteigen

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den Völkern: Der HERR hat Großes an ihnen getan! Der HERR hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. HERR, wende unser Geschick, wie du die Bäche wiederbringst im Südland. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen guten Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Dritter Sonntag ohne Gottesdienst (Bernhard Philipp)

Liebe Gemeindemitglieder,

 

schon der dritte Sonntag, an dem in Nattheim und in der ganzen übrigen Gesamtkirchengemeinde kein evangelischer Gottesdienst stattfindet. Die meisten Menschen hatten dafür Verständnis.

Mit dem nachfolgenden Text möchte ich Sie alle grüßen und Ihnen Mut machen. Wir behalten einander im Blick, auch wenn wir uns im Moment nahezu ausschließlich auf elektronischem Wege begegnen. Als Pfarrerschaft möchten wir Ihnen signalisieren, dass wir unsere Verantwortung weiterhin wahrnehmen, wenn auch mit anderen Maßnahmen als sonst gewohnt und üblich. Falls Sie uns jetzt gerade in besonderer Weise brauchen, scheuen Sie sich bitte nicht, uns das mitzuteilen.

 

Zeit haben – wozu?

 

Vieles geht zurzeit nicht – und das nicht etwa, weil wir keine Zeit hätten. Im Gegenteil, es ist plötzlich erstaunlich viel Zeit übrig für Dinge, die sonst immer liegenbleiben. So ist das jedenfalls für einen großen Teil unserer Mitmenschen. Aber es gibt auch den anderen Teil, und an den denke ich gerade.

Die Frauen und Männer, die zu den gesundheits- oder sicherheitsrelevanten Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens gehören, dazu alle, die uns mit Lebensmitteln und Energie versorgen. Aber auch die Leute von der Müllabführ, in den Kläranlagen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Post und Paketdiensten, im Radio und im Fernsehen und noch viele mehr, an die wir oft überhaupt nicht denken. Nicht zuletzt die Menschen in den Rathäusern und den öffentlichen Verwaltungen, die sich von morgens bis abends um Corona kümmern müssen – und um alles andere auch, was nicht liegenbleiben darf. Ich bin sehr froh, dass es diese Menschen gibt und ich sage deswegen: Herzlichen Dank, vergelt´s Gott!

 

Diejenigen, die Zeit haben, finden vielfache kreative Lösungen, um sich zu beschäftigen. Die Gärten werden auf Hochglanz gebracht, die Wohnungen renoviert, es wird wieder mehr telefoniert und es soll sogar vereinzelt Leute geben, die richtige Briefe schreiben – mit der Hand und auf Papier. Ich finde, das ist ein Gewinn.

Die Krise bringt uns nicht nur zum Handeln, sie bringt uns auch zum Nachdenken -ich hoffe es wenigstens. Was ist wichtig, was ist unverzichtbar, wofür möchte ich meine Zeit einsetzen? Eine lohnende Überlegung, finde ich.

Vielleicht denken manche auch daran, dass sie mal wieder Zeit haben könnten für Gott. „Klar, der Pfarrer muss das sagen“, wird jetzt vielleicht jemand einwenden. Und: Ja, Sie haben Recht. Ich muss das sagen, weil ich überzeugt bin, dass es uns gut tut. Sich auf eine Wirklichkeit zu besinnen, die unsere Wirklichkeit übersteigt und sie umschließt, das halte ich für klug. Mich macht es gelassen und zuversichtlich, dass ich weiß: Gott hat Gutes im Sinn für seine Menschen, auch für mich. Daher möchte ich (auch ich ganz persönlich) noch einmal ganz neu hellhörig werden für die Aussagen unseres christlichen Glaubens.

Eine solche Aussage ist die Jahreslosung 2020, die gerade überraschend anders zu reden beginnt, seit alles im Umbruch ist. „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“. Gewissheit und Vertrauen auf der einen Seite, Zweifel und Ängste auf der anderen. Oft ist beides zugleich in uns gegenwärtig. Daher finde ich diese ganz knappe Gebetsbitte sehr passend und hilfreich. Vielleicht möchten Sie die Worte mitbeten?

„Gott, ich glaube, hilf meinem Unglauben. Lieber himmlischer Vater, ich vertraue Dir, aber ich habe jetzt manchmal ganz große Sorgen und bin immer wieder sehr verunsichert. Höre mich und lass mich nicht allein. Lass mich geborgen sein in deiner Wirklichkeit. Amen“.

Bernhard Philipp, Pfarrer

 

Solidarität und Gemeinsamkeit trotz räumlicher Trennung

in diesen Zeiten ist Solidarität auch, sichtbare Zeichen zu setzen über die engen Grenzen hinaus, die uns die sozialen Einschränkungen auferlegen. Stay at home!

Trotzdem sind wir verbunden im Gebet, im gemeinsamen Anrufen und Flehen. Traditionell und öffentlich wahrnehmbar ruft die Glocke zum Gebet.

In der Gesamtkirchengemeinde Härtsfeld wollen wir gemeinsam Zeichen der Solidarität in den Häusern setzen, indem wir gemeinsam eine Kerze ins Fenster stellen und uns zu einem Moment des Innehaltens vor Gott versammeln.

Landesbischof July hat hierzu folgendes formuliert: „Die Glocken sollen uns daran erinnern, dass wir unser Leben auch in diesen Krisentagen mit dem großen Horizont der Gegenwart Gottes sehen. Die Glocken rufen uns zur Andacht und Fürbitte. Wir denken an die kranken Menschen und alle, die im medizinisch-pflegerischen Bereich, im öffentlichen Dienst, in den Familien und Nachbarschaften für Unterstützung und Hilfe sorgen.“

 

Wir beteiligen uns hier an dieser Aktion, das heißt in der Gesamtkirchengemeinde Härtsfeld Süd wollen wir um 19.30 Uhr die Betglocke läuten.

Die Zeit 19.30 Uhr verbindet und mit allen evangelischen Gemeinden in Baden-Württemberg und den katholischen Gemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sie ist daher ein weiteres Zeichen der Gemeinschaft.

Die nachfolgenden Vorschläge sind Liturgievorschläge, die Sie direkt umsetzen können, allein, oder auch auf dem Balkon, wo wohnungsübergreifend gefeiert wird. Es gibt Wohnanlagen, die um einen Innenhof herum feiern und beten.

 

 

Alle Feiern beginnen mit

 

Einer: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“

Alle: Amen.

Die Kerze wird entzündet und ins Fenster, möglichst zur Straße hin, gestellt.

 

Erste Möglichkeit: Einfache Liturgie:

* Einer: Wir beten in der Stille

* (Gebetsstille)

 * Gemeinsames Vater unser

* Segenswort: Der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen in Christus Jesus. Amen.

 

Zweite Möglichkeit: Balkonsingen der EKD

Einer: Wir beten in der Stille

(Gebetsstille)

Einer: Wir singen verbunden mit Christen überall im Land

(alle gehen auf den Balkon oder treten ans Fenster

Lied: Der Mond ist aufgegangen

Einer: Wir beten gemeinsam

Vater Unser …

Einer oder alle: Luthers Abendsegen

„Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.“

 Alle: Amen.

 

Bücherfreunde und Spieleliebhaber aufgepasst

Bücher- und Spieleangebot Martinskirche Nattheim

Bücherfreunde und Spieleliebhaber aufgepasst!

 

In der offenen Martinskirche steht ein gut gefülltes Bücher-regal und eine Auswahl an Gesellschaftsspielen liegt aus. Alles kostenlos zur freien Auswahl.

 

 

Einfach was mitnehmen (und behalten),

oder / und

gerne was dazustellen (bitte nur intakte Bücher und vollständige, gut erhaltene Spiele).

 

Bloß keine Hemmungen, wir freuen uns, wenn es Sie freut.

 

Herr, ich komme zu Dir (Cornelia Schray)

Herr ich komme zu dir und ich steh vor dir, so wie ich bin.

Alles was mich bewegt, lege ich vor dich hin.

Meine Sorgen sind dir nicht verborgen,

du wirst sorgen für mich.

Voll Vertrauen, will ich auch dich schauen.

Herr, ich baue auf dich.

                                                      Neue Lieder plus Nr. 51

 

Am 1. März war ich als Prädikantin zu Gottesdiensten in Ochsenberg und Königsbronn.  So gerne bin ich dort. In den Tagen davor wurde empfohlen, keine Hände mehr zu schütteln. Das schien mir so unfassbar fremd und hatte etwas, das ein leises Grauen in mir auslöste. Mehr noch nicht. Am Tag danach war ich in Stuttgart, Freundinnen treffen und hatte nach dem Mittagessen in einem italienischen Restaurant plötzlich auf dem Weg ins Parkhaus, das Bedürfnis umzukehren, meine lieben Menschen nochmal in die Arme zu nehmen. „Wer weiß, wann wir uns wiedersehen“, dachte ich, mit Tränen in den Augen. Jetzt bin ich so dankbar dafür. Mit jedem Tag mehr, der danach verging, wurde klar, dass auf uns ein, für meine Generation unfassbares, nicht vorstellbares Geschehen zukam und die Welt, wie wir sie seit Jahrzehnten so selbstverständlich erlebten, wohl verschwinden würde. Was wir so fest in Händen glaubten, in andere Länder reisen, im Straßencafé sitzen, sich zur Begrüßung herzlich drücken, das was wir brauchen, da zu kaufen, wo wir wollen, und vieles mehr,  wurde zum Schutz unserer Leben eingeschränkt oder unmöglich.

Wie wir miteinander Gottesdienst feierten. Jetzt gerade eine Erinnerung, an der wir uns wärmen können. Wie wir einfach so unsere kranken und älteren Mitmenschen besuchen konnten. Wir wussten gar nicht, was für ein Geschenk, das ist.

Wie wir all unsere Freiheiten für selbstverständlich hielten.  Wer hätte es gedacht? So viel Leid. Überall auf der Welt.

Und jetzt hören wir viele Verse aus der Bibel ganz plötzlich neu und spüren ihre große Kraft, die wir inmitten eines oft sorglosen Lebens nur mit kleinen Kümmernissen, nicht mehr bemerkten.

 

„Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? So betet der Psalmist von Psalm 27, der mit der Überschrift „Gemeinschaft mit Gott“ versehen ist. Und in Vers 5 „Er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einem Felsen“. Das ist uns versprochen. Wenn wir am Morgen, beim Erwachen noch vor den ersten Nachrichten ein Gebet sprechen, uns bewusst machen, dass unser Vater im Himmel unser Licht und Heil ist, kann aus Angst ein wenig Vertrauen wachsen. Jeden Tag. Wir sind nicht allein. „Harre des Herrn! Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn.“

 

Gott, du bist unsere Zuflucht in den Nöten,

die uns überfallen haben und die Welt verändern.

Gott, du bist unser Leuchtturm inmitten der Fragen,

die nicht mehr schweigen möchten.

 

Gott, wir kommen zu dir und schütten unsere Herzen

vor dir aus. Hilf du uns an jedem Tag. Amen

 

Cornelia Schray

 

 

 

Solidarität zeigen (Jürgen Sept)

Soli­da­ri­tät zeigen: Was steht dem Ein­zel­nen in der Krise zu?

Aktu­ell über­schla­gen sich täg­lich die Ereig­nisse: Bars werden geschlos­sen, Ver­an­stal­tun­gen abge­sagt, in bestimm­ten Regio­nen sogar eine Aus­gangs­sperre ver­hängt. Das öffent­li­che Leben kommt zur Ruhe, wäh­rend drau­ßen vor dem Fens­ter der Früh­ling beginngt.

Kommt da auch etwas Frust in dir auf?

Freunde tref­fen, Sport machen, Kultur genie­ßen, die Welt berei­sen – viele von uns schöp­fen daraus Iden­ti­tät und das Gefühl, Teil der (Welt-)Gemeinschaft zu sein. Der Entzug davon nagt ganz schön an unse­rem Bedürf­nis nach Selbst­be­stim­mung. Was bleibt denn dann noch übrig?

Die Ant­wort: Soli­da­ri­tät.

Soli­da­ri­tät wird als unbe­ding­tes Zusam­men­hal­ten defi­niert. Auch wenn Indi­vi­dua­li­tät eine Gesell­schaft aus­macht, dürfen wir nicht ver­ges­sen, dass mensch­li­cher Zusam­men­halt am Anfang davon steht.

Was wir jetzt brau­chen ist ein Per­spek­tiv­wech­sel, weg vom Eigen- und hin zum Gemein­wohl.

Hil­fe­stel­lung in Zeiten der all­ge­mei­nen Unsi­cher­heit, gegen­sei­tige Unter­stüt­zung — diese Werte an erste Stelle zu setzen, darauf kommt es in einer Krise wie dieser an.

Ja, das grenzt uns per­sön­lich ein. Aber trotz der Ein­schrän­kun­gen haben wir immer noch Ver­ant­wor­tung für unsere Reak­tion darauf: Nehmen wir die Ein­schrän­kun­gen trot­zig ent­ge­gen oder erken­nen wir, dass es sich bei unse­rem Ver­zicht um einen wich­ti­gen Bei­trag zur Gesund­heit aller han­delt?

Der Kon­troll­ver­lust, die Unsi­cher­heit und Ängste, die wir gerade erle­ben, können sehr belas­ten. Viel­leicht hilft aber schon der Gedanke, dass es vielen Men­schen gerade ähn­lich geht.

Hier sind vier Dinge, die du tun kannst: Für dich und für andere.

 

Tipp 1: Gegen­sei­ti­ges Ver­trauen

In Zeiten, wo nie­mand rich­tig die Kon­trolle hat, müssen wir uns gegen­sei­tig ver­trauen. Wenn Wis­sen­schaft­le­rIn­nen und unsere Regie­rung Emp­feh­lun­gen oder Ver­bote aus­spre­chen, soll­ten wir ver­trauen, dass diese zu unse­rem Wohl bei­tra­gen. Auch wenn es sich nicht so anfühlt, oft wissen andere besser Bescheid, wenn es um die Gesund­heit der Gesell­schaft und letzt­end­lich auch um dein eige­nes Wohl geht.

Tipp 2: Koope­ra­tion statt Kon­kur­renz

Nicht nur in der Poli­tik herrscht Kon­kur­renz­kampf. Auch im Pri­va­ten kennen wir das Gefühl, in Kon­kur­renz zu unse­ren Mit­men­schen zu stehen. Manch­mal spüren wir diese Kon­kur­renz viel­leicht ganz bewusst, wie bei der Arbeit, oder wenn sich mal wieder jemand an der Super­markt­kasse vor­drän­gelt.

Aber auch im Fit­ness-​Studio oder im Freun­des­kreis können wir uns einem Kon­kur­renz­den­ken aus­ge­setzt fühlen. Auf glo­ba­ler Ebene bekommt dieses Kon­kur­renz­den­ken natür­lich ganz andere Dimen­sio­nen.

Wer ande­ren helfen möchte, muss vor allem den Wunsch los­las­sen, immer ganz vorne mit dabei sein zu wollen. Dann geht es plötz­lich nicht mehr nur um uns selbst und die eigene Leis­tung. Wir hören auf, uns zu ver­glei­chen und ent­wi­ckeln einen Blick für unser eige­nes Helfer-​Poten­zial. Wenn du jeman­dem deine Hilfe anbie­test, wech­selst du auto­ma­tisch vom Kon­kur­renz- in den Koope­ra­ti­ons­mo­dus. So ent­steht ein völlig neues Wir-Gefühl, in dem wir den ande­ren als Men­schen betrach­ten und nicht als jeman­den, der uns den ersten Platz strei­tig machen möchte.

Tipp 3: Sei für andere da

Bist du jung, gesund, hast freie Zeit, aber du fühlst dich macht­los? Es gibt jede Menge Dinge, die Du tun kannst, um ande­ren zu helfen. Durch Initia­ti­ven und Ver­net­zun­gen wie Ein­kaufs­held und Qua­ran­tä­ne­hel­den kannst du für Men­schen der Risi­ko­gruppe ein­kau­fen. Oder enga­giere dich frei­wil­lig bei der Essens­aus­gabe, wo mensch­li­che und zeit­li­che Unter­stüt­zung fehlt. Und kaufe auch für dich selbst acht­sam ein – nur so viel, wie du tat­säch­lich benö­tigst.

Tipp 4: Küm­mere dich um dich selbst, ohne andere zu gefähr­den

Vieles von dem, was uns nor­ma­ler­weise gut tut, ist gerade nicht mehr mög­lich. Trotz­dem können wir uns um uns selbst küm­mern, ohne andere zu gefähr­den: For­dere deinen Kopf mit neuen Hob­bies heraus, mach eine Runde Yoga oder ein Work­out zuhause (auch wenn du sonst lieber auf dem Vol­ley­ball­feld stehst) und bleibe über Inter­net und Tele­fon mit deinen Liebs­ten in Kon­takt. 

In Kri­sen­zei­ten müssen wir begin­nen, umzu­den­ken. Vom ​„Ich-Denken“ zum ​„Wir-Denken“.

Pass auf dich auf, um den Men­schen um dich herum Sicher­heit und Schutz zu geben. Es mag sich iso­lie­rend anfüh­len, aber so halten wir letzt­end­lich zusam­men.

Gott befohlen, Jürgen Sept

 

Gebet der Hoffnungszeit

Liebe MEHR-Interessierte, liebe Mitchristen,

 

Alle sind eingeladen das Gebet der Hoffnungszeit zu beten.

Dazu läuten ab sofort jeden Abend um 19.30 Uhr die Kirchenglocken.

 

Gebet der Hoffnungszeit

 

Gott, ich bin nicht allein.

Du bist da.

Du verbindest uns miteinander.

Wir kommen zu dir mit allem, was uns bewegt.

Stärke die Kranken.

Tröste die Ängstlichen.

Sei nahe den Einsamen.

Schenke Hoffnung

allen Menschen und der ganzen Erde.

Amen.

 

Viele Kirchengemeinden in Deutschland beteiligen sich an dieser Aktion - wir auch!
Diese Aktion wird auch auf der Homepage unserer Diözese (www.drs.de) beworben.

Beteiligen Sie sich und leiten das Gebet gerne auch weiter (siehe auch Anhang).

Wir werden das Gebet kopieren und ab Morgen in den Kirchen zum Mitnehmen auflegen.

Wir grüßen Sie ganz herzlich
Ihr Pastoralteam

 

 

Im Licht der Kerze (Claudia Fröscher)

In Zeiten von Corona wird Whatsapp noch mehr genutzt als vorher.

Manches, das ich erhalte, macht mich nachdenklich manches erschreckt mich, manches muntert mich auf.

In der vergangenen Woche leitete meine liebe Nachbarin mir eine Nachricht weiter, in der zum gemeinsamen Balkonsingen aufgerufen wurde: Abends um 19.00 Uhr singen alle zusammen das Lied “Der Mond ist aufgegangen”.

Ich fand die Idee eigentlich toll, hatte aber nicht den Mut, mich wirklich rauszustellen. Was denken die, die das hören und nichts von dem Aufruf wissen? Mache ich mich da nicht lächerlich? Aber mir kam ein anderer Gedanke:

Wie wäre es denn, wenn wir sonntags zur gewohnten Gottesdienstzeit zuhause eine Kerze anzünden und jeder für sich, aber gedanklich verbunden, das Vaterunser betet? So, wie wir das sonst im Sonntagsgottesdienst machen?

Da passt doch dann der Bibelvers aus Matthäus 18,20: “Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen” trotz räumlicher Trennung eigentlich perfekt, oder?

Also, liebe Mitchristen, lassen Sie es uns versuchen. Wir treffen uns am Sonntag im Licht der Kerze.

Herzliche Grüße, Claudia Fröscher

 

Wer nur den lieben Gott lässt walten (Matthias Krieg)

Hallo liebe Gesamtkirchengemeindemitglieder,

Ich möchte euch an meinem persönlichen Lied teilhaben lassen, dass mich all die Jahre durch dick und dünn begleitet hat. Es ist 'Wer nur den lieben Gott lässt walten', insbesondere das Vorspiel von Johann Sebastian Bach ( youtu.be/nwp_ioKTkhk , BWV 642).

'Wer nur den lieben Gott lässt walten, und hoffet auf Ihn alle Zeit.'

 

Aus dem katholischen Ritus kommend war mir das Lied nur und ausschließlich als Lied auf Beerdigungen bekannt. Es wurde immer sehr langsam und getragen gespielt und war schlecht im Gemeindegesang unterstützt, da die Gemeinde bei diesem Lied zu Tränen gerührt war/ist. Genauso habe ich dann das Orgelvorspiel zu üben begonnen, eher langsam und bedächtig, das Lied gab für mich nichts anderes her.

 

'Den wird er wunderbar erhalten, in aller Not und Traurigkeit.'

 

Und es fiel mir schwer, ich war sogar soweit, dass ich es für eine Zeitlang ganz weglegte. Doch es ließ mich nicht los. So ließ ich all die eingeübten und lange bekannten Interpretationsweisen des Stücks hinter mir und beschleunigte das Tempo.

'Wer Gott dem Allerhöchsten traut,'

Siehe da, schon hob sich wie von selbst und völlig natürlich die Melodie aus dem Tönewirrwarr. Das Stück begann zu leben und ging leicht von der Hand. Und so begleitet mich dieses Stück in allen Lebenslagen, ich spiele es wenn ich ich mich freue, wenn ich Entscheidungen treffen muss, wenn es mir nicht gut geht oder wenn ich Aufmunterung brauche. Ich hoffe, dass euch dieses Lied eine gute Unterstützung in dieses Tagen bieten kann.

 

Bleibt in Gedanken beieinander und stark im Glauben.

'der hat auf keinen Sand gebaut.'

 

Alles Gute und Gottes Segen, Matthias Krieg

https://www.youtube.com/watch?v=nwp_ioKTkhk&feature=youtu.be

 

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet. (Inge Schmidt)

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet.
(Römer 12, 12)

 

Als ich 1986 diesen Spruch zu meiner Konfirmation bekam, konnte ich zuerst nicht viel damit anfangen. Eigentlich wollte man als Teenager eher schöne Sprüche, am besten noch mit Engel und viel Liebe. Zur damaligen Zeit gab es am Konfirmationssonntag nachmittags nochmals einen Gottesdienst, an dem die ausgeteilten Sprüche in ihrer Bedeutung erklärt wurden. Dabei erfuhr ich, dass diesen Satz Apostel Paulus in einem Brief an seine christliche Gemeinde in Rom schrieb. Er stellt darin den Christen in Rom sich und sein Verständnis vom Glauben vor. Der Abschnitt, aus dem dieser Vers stammt, beschäftigt sich mit dem Zusammenleben der Gemeinde. Paulus macht den Lesenden deutlich, dass Gott in jeder ihrer Lebenslagen bei ihnen sein will. Selbst in einer schwierigen gilt es, den Mut nicht zu verlieren.

 

„Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet“. Dieser Satz begleitete mich seither. Für meine Hochzeit fand ich diesen dann so richtig passend. Da ich mit meinen damaligen Freund und jetzigen Ehemann schon mehrere Jahre zusammen war wusste ich, dass das Zusammenleben nicht immer aus rosaroten Wolken bestand. Wieder nichts mit Engel und Liebe. Dafür waren die Erkenntnis und die Wichtigkeit des Spruches im Herzen angekommen.

 

Und nun in Zeiten von Corona finde ich diesen Spruch noch passender:

 

Seid fröhlich in Hoffnung - die Hoffnung stirbt zuletzt - Jesus ist unsere Hoffnung

 

Geduldig in Trübsal - es gilt standhaft zu bleiben - die Hoffnung und Freude ist weitaus größer als noch so großer Trübsal

 

Haltet an am Gebet - Beten kann man überall - das Gebet ist der Schlüssel dazu, dass aus einem ganz normalen menschlichen Leben ein Gottesdienst wird.

 

Inge Schmidt

 

Angst und Zuversicht (Joachim Saretz)

Angst haben wir alle irgendwie. Der eine mehr, der andere weniger.


Allein die Ungewissheit dessen, was die Zukunft bringen mag, verursacht ja schon ein flaues Gefühl im Magen, das sich exponentiell vergrößert, wenn darüber spekuliert wird, was alles kommen könnte.

 

Es sind ja nicht nur die ständig steigenden Zahlen von Neuinfizierten, sondern auch die berechtigte Sorge wie es - nach dem die Wellen der Pandemie abgeebbt sind - weitergehen kann. Wie viele Arbeitsplätze mag es kosten, wie viel Existenzen werden gefährdet sein? Längst geht es ja nicht nur um abgesagte Veranstaltungen, um Geld von gutverdienenden Fußballprofis etwa (übrigens hängen an den Profis deutschlandweit auch ca. 60.000 normale Arbeitsplätze, allein in Heidenheim weit über einhundert!). Auch wenn große Automobilhersteller ihre Werke vorübergehend stilllegen, sind die Folgen mit Sicherheit gravierend, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.

 

Wir  wissen aber alle, dass Angst ein schlechter Ratgeber ist, dass sie unser Denken lähmt, dass sie uns hindert als Christen das zu tun, wozu uns Christus berufen hat. Nämlich unsern Nächsten zu lieben in Werken der Barmherzigkeit, wie zum Beispiel den Einsamen, Alten und Kranken zur Seite zu stehen, den Mutlosen neue Hoffnung zu geben und trotz allem auch das Elend von Flüchtlingen nicht zu vergessen. Denn – das sei ganz nebenbei erwähnt - nicht die Flüchtlinge haben die Schuld an unserer Situation, wir aber sind sehr wohl mitverantwortlich für deren Elend etwa auf den griechischen Inseln.

 

Ohne Angst können wir dann auch den schlechten Ratgebern, die uns mit billigen Parolen verführen wollen, widerstehen.

 

Aber wie kriegen wir das hin, unsere berechtigten Ängste zu überwinden? Eine Antwort darauf könnte eine Jahreslosung der letzten Jahre geben, sie lautet: „Gott hat uns n nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern eine Geist der Zuversicht, der Kraft und der Besonnenheit!“

 

Jesus Christus selbst steht an unserer Seite. Er kennt unsere Ängste – über seine Todesangst im Garten Gethsemane und über sein Gefühl der absoluten Verlassenheit am Kreuz von Golgatha wird in den Evangelien berichtet.

 

Nach Golgatha aber kommt Ostern, nach der abgrundtiefen Verzweiflung neue Hoffnung und nach der Angst neuer Mut. 
Geben wir doch als mündige Christen diesen Mut, der sich auf Jesus Christus gründet, weiter. Denn dazu sind wir auch berufen und nicht nur die offiziellen Kirchenvertreter.

 

Joachim Saretz

 

 

 

Joachim Saretz

Zuhause um Zehn

„Zuhause um Zehn“

Evangelisches Jugendwerk startet Online-Blog für die Jugendarbeit zuhause

STUTTGART. Schulen und Kindergärten, aber auch Spiel- und Sportplätze sind in Deutschland seit heute wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Tausende Kinder und Jugendliche sind deshalb zuhause, oft mit ihren Eltern oder anderen Betreuern. Vor diesem Hintergrund hat das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) am 17. März 2020 einen Online-Blog für die Jugendarbeit zuhause gestartet.

„Damit die Kinder und Jugendlichen nicht ständig vor dem Bildschirm sitzen, werden wir in den nächsten Wochen täglich um 10 Uhr eine Idee für die Freizeitgestaltung zuhause, sowie einen geistlichen Impuls veröffentlichen“, teilt Dieter Braun, Fachlicher Leiter des EJW, heute in dem neuen Internetangebot des EJW mit. Dies können Bastelideen, Spiele oder kreative Aufgaben sein, die mit einfachen Mitteln umgesetzt werden können, sowie auch kurze inhaltliche Impulse für den Tag und die aktuelle gesellschaftliche Situation.

Ergänzend erhalten Hauptamtliche und Ehrenamtliche wertvolle Informationen und Tipps, wie sie Jugendarbeit in Zeiten, in denen persönliche Kontakte eingeschränkt werden sollen, trotzdem gestalten können. Auch die vielen Bläserinnen und Bläser der württembergischen Posaunenarbeit planen eine öffentlichkeitswirksame Aktion, die in den nächsten Tagen gestartet werden soll. „Viele Veranstaltungen müssen wir schweren Herzens absagen. Mit diesem neuen Angebot möchten wir zeigen, dass es trotz der Krisensituation einen bleibenden Grund der Hoffnung und Zuversicht gibt“, berichtet Cornelius Kuttler, der Leiter des EJW.

Weitere Informationen: www.zuhauseumzehn.de

 

Das Jugendwerk in Württemberg und in Heidenheim haben hier eine tolle Möglichkeit geschaffen, den Kindern und Jugendlichen, die zuhause bleiben müssen, eine sinnvolle und wertvolle Beschäftigung zu bringen.

Klick auf das Foto, dann bist Du auf der Homepage :-)

Archiv

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Besucher,

es freut uns sehr, dass Sie uns auf dieser Seite besuchen, die wir für die Übergangszeit erstellt haben, bis wir uns wieder persönlich treffen können.

Gerne können Sie uns unter unseren Kontaktadressen eine Rückmeldung geben, was Ihnen gefallen hat oder was Sie sich auf unserer Homepage noch mehr wünschen.

Von Zeit zu Zeit werden wir, um die Übersichtlichkeit zu erhalten, einzelne Beiträge sozusagen "archivieren". Sie finden diese Beiträge dann noch einige Zeit unter unserer Seite "Rückspiegel" und können dort auch nochmals nach den gewünschten Artikeln, Fotos, Berichten, Andachten, etc. suchen.

Gott befohlen und mit den besten Wünschen für Sie

Ihr Gesamtkirchengemeinderat und die Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Härtsfeld Süd