Bestattung

Neue Bestimmungen

Wir sind erleichtert, dass das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport die Bestimmungen zu Bestattungen während der Corona-Krise wieder etwas gelockert hat. Nunmehr gilt folgendes:

- Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebete unter freiem Himmel sind unbeschadet weiterer ortspolizeilicher Vorgaben mit höchstens 100 Teilnehmenden zulässig. Bestatter und weitere Mitarbeiter sind hierbei nicht mitzuzählen, sofern sie mit der Trauergemeinde nicht in unmittelbaren Kontakt kommen.

- Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Person zu Person einzuhalten; ausgenommen sind Personen, die in häuslicher Gemeinschaft miteinander leben.

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Ein Mensch aus Ihrer Familie ist verstorben. Mit dieser einschneidenden Erfahrung müssen Sie nicht alleine fertig werden. Evangelische Gemeindeglieder werden in einem öffentlichen christlichen Gottesdienst ausgesegnet bzw. zu Grabe getragen. Im Lied, im Gebet und im Hören auf Gottes Wort suchen wir Trost und Orientierung. Wir vergewissern uns der Hoffnung auf die Auferstehung aller Toten.
In unserer Region nehmen nach wie vor Menschen aus dem Ort an der Trauerfeier teil. Das ist ein ermutigendes Zeichen der Gemeinschaft in schweren Stunden.

Grundsätzliche Hinweise
In aller Regel beauftragen Sie ein Bestattungsunternehmen. Bitte vergewissern Sie sich, dass der gewünschte Termin für die Trauerfeier mit dem Pfarramt abgesprochen ist. Das Bestattungsunternehmen übernimmt auch die meisten Behördengänge und sorgt für Traueranzeige und notwendige Formalitäten.
Um die Trauerfeier vorzubereiten, kommt die Pfarrerin oder der Pfarrer innerhalb unserer Gesamtkirchengemeinde für ein Gespräch zu Ihnen ins Haus.
Hat eine Aussegnungsfeier zur Feuerbestattung stattgefunden, ist der Pfarrer oder die Pfarrerin bei der späteren Urnenbeisetzung nur anwesend, wenn Sie es ausdrücklich wünschen.
Ist der verstorbene Mensch nicht (mehr) Mitglied der Kirche, kann das Bestattungsunternehmen Ihnen gerne einen freien Redner anbieten, der die Trauerfeier hält.

Das sollten Sie rechtzeitig klären:

Daten des/der Verstorbenen und seiner/ihrer Familie (am besten Stammbuch, Personalausweis, Familienbibel, kurzer Lebenslauf o.ä.). Benötigt werden Datum und Ort der Geburt, der Eheschließung, Datum und Ort des Todes (gegebenenfalls auch vom Ehepartner), Kinder, Enkel und Urenkel, Geschwister des/der Verstorbenen.
Wünsche für Predigttext (Denkspruch, Trautext oder anderer Bibeltext).
Wünsche für Lieder.
Wünsche zur Gestaltung des Gottesdienstes (haben Sie z.B. mit dem Bestattungsunternehmen vereinbart, dass die Orgel, ein Chor oder eine Bläsergruppe spielt? Wer sind Ansprechpersonen? Sind Nachrufe zu erwarten und von wem?)
Pfarrerin und Pfarrer sind für die Predigt oft angewiesen auf das, was Sie über die/den Verstorbene/n sagen. Überlegen Sie bitte, welche Erinnerungen Ihnen wichtig sind. Benennen Sie gerne auch ganz offen, wenn bestimmte Punkte in der Ansprache nicht erwähnt werden sollen. Darauf wird natürlich Rücksicht genommen.

 

Beerdigungen während der Sommerferien

Liebe Gemeindemitglieder,

durch die beiden unbesetzten Pfarrstellen in unserem Distrikt entsteht für die Urlaubswochen im Sommer eine komplizierte Vertretungssituation. Daher gilt bis auf Weiteres während der Sommerferien eine neue Regelung, die Pool-Lösung.

Das bedeutet:
Wenn die eigene Pfarrerin/der eigene Pfarrer im Urlaub ist, kommen alle Beerdigungen zunächst bei einem der anwesenden Kollegen aus dem Bezirk an und werden von dort auf die verbliebenen Kollegen verteilt. Das kann bedeuten, dass nicht eine vertraute Pfarrerin oder ein vertrauter Pfarrer die Beerdigung hält, sondern jemand die/der Ihnen unbekannt ist. Anders lässt es sich aber nicht organisieren.
Wir können Sie nur um Verständnis bitten.
Bernhard Philipp, Daniela und Hannes Jäkle